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BPC-157 (Body Protection Compound-157, CAS-Nr. 137525-51-0) ist ein synthetisches Pentadecapeptid aus 15 Aminosäuren mit der Summenformel C62H98N16O22 und einem Molekulargewicht von 1419,53 g/mol. Es wird in der präklinischen Grundlagenforschung zur Untersuchung von Geweberegeneration, Angiogenese und zellulärem Schutz eingesetzt – ausschließlich zu Forschungszwecken, nicht zur Anwendung am Menschen.

Was ist BPC-157 und wie wirkt es im Forschungsmodell?

BPC-157 ist ein Teilsequenz-Derivat des körpereigenen Magenproteins BPC (Body Protection Compound). In präklinischen Studien zeigte das Peptid eine Aktivierung des NO-Synthase-Wegs (Stickstoffmonoxid-Synthase), eine Hochregulierung von VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor) sowie eine Modulation des Growth-Hormone-Receptor (GHR). Diese Signalwege stehen im Zusammenhang mit Angiogenese, Kollagensynthese und Gewebereparatur.

In Tiermodellen wurde BPC-157 in verschiedenen Gewebetypen untersucht – darunter Sehnen, Muskeln, Darmgewebe und Nervenbahnen. Besondere Aufmerksamkeit erhielt das Peptid für seine stabilisierende Wirkung auf GABAerge und dopaminerge Systeme in neuropharmakologischen Studien (Sikiric et al., 2014 – PubMed).

Welche Dosierungen werden in präklinischen BPC-157-Studien eingesetzt?

In Nagerstudien variieren die eingesetzten Mengen je nach Forschungsziel erheblich. Die am häufigsten dokumentierten Bereiche liegen zwischen 10 und 200 µg/kg Körpergewicht, wobei die meisten Muskel- und Sehnenstudien mit 10 µg/kg arbeiten, während Studien zu enteropathischen Modellen Werte bis 200 µg/kg verwenden.

Ein wichtiger Hinweis für Forschungsprotokoll-Design: Die biologische Halbwertszeit von BPC-157 in wässriger Lösung beträgt nach Rekonstitution laut Herstellerangaben bei 4 °C etwa 2–4 Wochen bei stabiler Lagerung. Im Tierversuch werden Applikationsintervalle von einmal täglich bis dreimal wöchentlich dokumentiert. Alle genannten Werte beziehen sich ausschließlich auf Tiermodelle und haben keine direkte Übertragbarkeit auf den Menschen.

Relevante Referenz zur Dosierungsvarianz: Sikiric et al., 2009 – Stable gastric pentadecapeptide BPC 157 (PubMed).

Wie wird BPC-157 in Forschungsprotokollen vorbereitet?

BPC-157 liegt als weißes, lyophilisiertes Pulver vor und ist wasserlöslich. Für Forschungszwecke wird es üblicherweise in sterilem Wasser oder Kochsalzlösung rekonstituiert. Die Stammlösung sollte bei 4 °C gelagert und innerhalb von 2–4 Wochen aufgebraucht werden; für Langzeitlagerung empfiehlt sich −20 °C.

Wie wird BPC-157 rekonstituiert? (Schritt-für-Schritt für Forschungslabore)

  1. Materialien bereitstellen: Steriles Wasser für Injektionszwecke (WFI), sterile Spritze, Alkoholtupfer.
  2. Vial desinfizieren: Septum mit Alkoholtupfer abwischen, 30 Sekunden trocknen lassen.
  3. Lösungsmittel zugeben: Langsam steriles Wasser entlang der Vialwand zufügen – kein direktes Aufspritzen auf das Pellet.
  4. Auflösen: Vial leicht schwenken (nicht schütteln), bis die Lösung klar ist.
  5. Lagerung: Bei 4 °C, lichtgeschützt, innerhalb von 4 Wochen verbrauchen.

Welche Synergie zeigt BPC-157 mit TB-500 in der Forschung?

In der peptidbasierten Regenerationsforschung werden BPC-157 und TB-500 (Thymosin Beta-4-Fragment, Aminosäuren 17–23) häufig als komplementäre Verbindungen untersucht. Während BPC-157 primär über den NO/VEGF-Weg wirkt, entfaltet TB-500 seinen Effekt über Aktin-Bindung (Ac-SDKP-Motiv) und Zellmigration. Präklinische Studien deuten auf additive Effekte bei Gewebemodellenhin, wobei die Mechanismen unterschiedlich, aber nicht konkurrierend sind.

Wichtig: BPC-157 und TB-500 sind nicht dasselbe Peptid – sie haben unterschiedliche Zielstrukturen, Molekulargewichte und Forschungsprofile. Beide sind ausschließlich für die Grundlagenforschung zugelassen.

Häufige Fragen zu BPC-157 in der Forschung

Was ist der Unterschied zwischen BPC-157 und BPC 157?
Es handelt sich um dieselbe Verbindung – BPC-157 (mit Bindestrich) ist die gängige Schreibweise in der wissenschaftlichen Literatur, BPC 157 ohne Bindestrich findet sich in älteren Quellen und der klinischen Nomenklatur.
Wie stabil ist BPC-157 in Lösung?
In rekonstituiertem Zustand bei 4 °C ist BPC-157 etwa 2–4 Wochen stabil. Bei −20 °C als Lyophilisat ist die Stabilität deutlich länger – mehrere Monate bis Jahre sind dokumentiert.
Ist BPC-157 wasserlöslich?
Ja, BPC-157 ist in sterilem Wasser und physiologischer Kochsalzlösung löslich. Für Forschungslösungen wird stets steriles, pyrogenfreies Lösungsmittel empfohlen.
Welche Reinheit sollte Forschungs-BPC-157 haben?
Für wissenschaftliche Untersuchungen werden Reinheiten von ≥99 % via HPLC gefordert. Ein unabhängiges CoA (Certificate of Analysis) ist ein Mindeststandard für die GLP-konforme Forschung.
Gibt es Humanstudien zu BPC-157?
Die überwiegende Mehrheit der publizierten BPC-157-Forschung basiert auf Tiermodellen. Das Peptid befindet sich nicht in klinischen Phasen-III-Studien am Menschen. Alle Forschungsergebnisse sind entsprechend zu bewerten.

Wissenschaftliche Quellen

Alle Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information. BPC-157 ist kein zugelassenes Arzneimittel und nicht für die Anwendung am Menschen bestimmt. Verfasst von Prof. Dr. Sara Rohmeyer, Biohacking-Spezialistin, Harvard University.

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Mehr Hintergrund im BPC-157-Lexikoneintrag: Wirkung, Sequenz und Forschungsüberblick.

Eine ausführliche Einordnung von Wirkmechanismus, Studienlage und rechtlichem Status bietet der Übersichtsartikel BPC-157: Wirkung, Studien und Forschungsstand.