Dieser Überblick fasst zusammen, welche Dosierungen von Retatrutide in klinischen Studien untersucht wurden – ausschließlich zu Forschungs- und Informationszwecken. Es handelt sich nicht um eine Anwendungs- oder Dosierungsempfehlung.
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Welche Dosierungen wurden untersucht?
In der Phase-2-Studie (Jastreboff et al., NEJM 2023) wurde Retatrutide einmal wöchentlich subkutan in aufsteigenden Dosen geprüft – typischerweise 1 mg, 4 mg, 8 mg und 12 mg, jeweils mit langsamer Auftitration über mehrere Wochen. Die höchste untersuchte Dosis war 12 mg pro Woche.
Warum wird auftitriert?
Die schrittweise Steigerung der Dosis dient in Studien dazu, gastrointestinale Effekte (Übelkeit, Durchfall) zu reduzieren, die vor allem zu Beginn auftreten. Erst nach mehreren Wochen wird die jeweilige Zieldosis erreicht.
Ergebnisse nach Dosis
Unter 12 mg wurde in Phase 2 ein mittlerer Gewichtsverlust von rund 24 % über 48 Wochen berichtet. Die Phase-3-Reihe TRIUMPH bestätigte 2026 bis zu 28 % über 80 Wochen. Niedrigere Dosen zeigten entsprechend geringere Effekte.
Wichtiger Hinweis
Retatrutide ist in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen und befindet sich in klinischer Entwicklung. Alle genannten Dosierungen stammen aus regulierten Studien. Als Forschungssubstanz ist Retatrutide ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke bestimmt und nicht zur Anwendung am Menschen. Eine detaillierte, gequellte Einordnung findest du im Retatrutide-Profil bei Peptid-Kompass.
Weiterführend: Retatrutide Erfahrungen – was die Forschung zeigt.
Titration in der Forschung
In den klinischen Studien wurde die Dosis einschleichend auftitriert – über Wochen schrittweise gesteigert, um Magen-Darm-Nebenwirkungen zu reduzieren. Konkrete Werte sind Teil der jeweiligen Studienprotokolle. Keine Anwendungsempfehlung – Retatrutide ist in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen und wird ausschließlich zu Forschungszwecken gehandelt.
Rekonstitution & Berechnung
Für Laborzwecke wird das lyophilisierte Pulver mit bakteriostatischem Wasser rekonstituiert; Konzentration und Volumen berechnet der Peptid-Rechner. Zum Wirkstoff: Retatrutide.
Einordnung in der Inkretin-Klasse
Retatrutide ist ein Triple-Agonist (GLP-1/GIP/Glukagon). Der Vergleich zu Tirzepatid und Semaglutid: GLP-1-Peptide-Vergleich; Forschungs-Erfahrungswerte: Retatrutide Erfahrungen.
Häufige Fragen zur Retatrutide-Dosierung
Welche Retatrutide-Dosis wurde in Studien maximal untersucht?
Die höchste in der Phase-2-Studie untersuchte Dosis lag bei 12 mg wöchentlich (subkutan). Höhere Dosen gingen mit stärkerem Gewichtsverlust, aber auch mit mehr gastrointestinalen Nebenwirkungen einher.
Warum wird Retatrutide langsam auftitriert?
In den Studien wurde die Dosis schrittweise über mehrere Wochen erhöht, um gastrointestinale Nebenwirkungen wie Übelkeit zu reduzieren. Ein typisches Schema begann niedrig und steigerte die Dosis in festen Abständen.
Ist Retatrutide als Medikament zugelassen?
Nein. Retatrutide befindet sich in klinischer Prüfung (Phase 3, TRIUMPH-Programm) und ist Stand 2026 nicht als Arzneimittel zugelassen. Es ist ausschließlich für Forschungs- und Laborzwecke bestimmt.
Wie unterscheidet sich Retatrutide von Tirzepatid und Semaglutid?
Retatrutide ist ein Triple-Agonist (GLP-1, GIP und Glukagon), während Tirzepatid dual (GLP-1/GIP) und Semaglutid ein reiner GLP-1-Agonist ist. In Studien zeigte Retatrutide den stärksten Gewichtsverlust der drei Wirkstoffe.