Überblick
Ein synthetisches Analogon der ersten 29 Aminosäuren des natürlichen Wachstumshormon-Releasing-Hormons (GHRH). Sermorelin war das erste zugelassene GHRH-Analogon und dient als Referenzsubstanz in der GH-Forschung.
Steckbrief
Sequenz
Tyr-Ala-Asp-Ala-Ile-Phe-Thr-Asn-Ser-Tyr-Arg-Lys-Val-Leu-Gly-Gln-Leu-Ser-Ala-Arg-Lys-Leu-Leu-Gln-Asp-Ile-Met-Ser-Arg-NH₂
Summenformel
C₁₄₉H₂₄₆N₄₄O₄₂S
Molekulargewicht
3.357 Da
Aminosäuren
29
Halbwertszeit
~10–20 Minuten
Herkunft
Synthetisch (ehemals FDA-zugelassen als Geref)
Wirkmechanismus
Sermorelin bindet an den GHRH-Rezeptor auf somatotropen Zellen der Hypophyse und aktiviert cAMP-abhängige Signalwege, die die Synthese und pulsatile Freisetzung von Wachstumshormon stimulieren. Im Gegensatz zu exogenem GH bleibt der natürliche negative Feedback-Mechanismus über IGF-1 intakt.
Forschungsgebiete
- Physiologische Stimulation der GH-Achse über den GHRH-Rezeptor
- Erhalt der pulsatilen GH-Freisetzungsmuster
- Diagnostischer Einsatz zur Beurteilung der Hypophysenfunktion
- Erforschung bei altersbedingtem GH-Rückgang (Somatopause)
- Verbesserung der Schlafarchitektur und des Slow-Wave-Schlafs
Studien & Literatur
Hinweis: Alle Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich wissenschaftlichen Forschungszwecken. Dieses Produkt ist nicht zur Anwendung am Menschen oder Tier bestimmt und nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke geeignet.