Überblick
Ein Decapeptid-Fragment des Kisspeptin-Moleküls und einer der stärksten bekannten Regulatoren der reproduktiven Achse. Kisspeptin-10 stimuliert über den GPR54-Rezeptor die GnRH-Freisetzung im Hypothalamus.
Steckbrief
Sequenz
Tyr-Asn-Trp-Asn-Ser-Phe-Gly-Leu-Arg-Phe-NH₂
Summenformel
C₆₃H₈₃N₁₇O₁₄
Molekulargewicht
1.302,45 Da
Aminosäuren
10
Halbwertszeit
~4 Minuten (sehr kurz)
Herkunft
Synthetisches Fragment des KISS1-Genprodukts
Wirkmechanismus
Kisspeptin-10 bindet an den G-Protein-gekoppelten Rezeptor KISS1R (GPR54) auf GnRH-Neuronen im Hypothalamus. Diese Aktivierung löst eine Gq/11-vermittelte PLC-Aktivierung und Ca²⁺-Freisetzung aus, was zur pulsatilen GnRH-Sekretion und nachgeschalteter LH- und FSH-Ausschüttung führt. KISS1R-Mutationen sind beim hypogonadotropen Hypogonadismus beschrieben.
Forschungsgebiete
- Schlüsselregulator der GnRH/LH/FSH-Pulsatilität
- Forschung zur Pubertätsauslösung und reproduktiven Entwicklung
- Fertilitätsstudien – Testosteron- und Östradiol-Anstieg in klinischen Untersuchungen
- Onkologie – KISS1 als Metastasen-Suppressor-Gen
- Kardiovaskuläre und metabolische Kisspeptin-Funktionen
Studien & Literatur
Hinweis: Alle Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich wissenschaftlichen Forschungszwecken. Dieses Produkt ist nicht zur Anwendung am Menschen oder Tier bestimmt und nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke geeignet.