Das umfassende deutschsprachige Nachschlagewerk zu Forschungspeptiden. Wissenschaftlich fundiert, verständlich erklärt.
Ein niedermolekularer, selektiver Inhibitor der Nicotinamid-N-Methyltransferase (NNMT). Technisch kein Peptid, sondern ein Small-Molecule – wird aber aufgrund seiner Rolle in der Longevity- und Stoffwechselforschung häufig gemeinsam mit Peptiden diskutiert.
Rekombinantes Fusionsprotein aus der extrazellulären Domäne des Activin-Rezeptors Typ IIB (ActRIIB) und dem humanen IgG1-Fc-Teil. Bindet Myostatin, Activin A und GDF-11 und hemmt so deren Signalwege. Forschungswerkzeug für Muskel- und Knochenbiologie.
Acetyliertes Dualpeptid mit Strukturelementen von GLP-1 und GIP. Aktiviert simultan GLP-1R und GIPR und dient als Forschungswerkzeug für die kombinierte Inkretin-Pharmakologie.
Kupferbindendes Tripeptid (Ala-His-Lys) in Komplex mit Cu²⁺. Wird in der Grundlagenforschung zur Kollagensynthese, Fibroblasten-Stimulation und kupfervermittelten Regenerationsprozessen in Hautgewebe-Modellen eingesetzt.
Ein synthetisches Fragment des humanen Wachstumshormons (Aminosäuren 176–191), das spezifisch die lipolytischen Eigenschaften von GH nachahmen soll, ohne dessen wachstumsfördernde oder diabetogene Effekte.
Ein 15-Aminosäuren-Pentadecapeptid, das aus einem Protein des menschlichen Magensafts abgeleitet wird. BPC-157 ist eines der am intensivsten erforschten Peptide im Bereich der Gewebe- und Wundheilung.
Kombinationsformulierung aus BPC-157 (Body Protection Compound-157, 15 AS) und KPV (Lys-Pro-Val), einem C-terminalen α-MSH-Tripeptid-Fragment. Beide Peptide werden in der Forschung zu gastrointestinalen Schutz- und Entzündungsmodulationsmechanismen eingesetzt.
Kombinationsformulierung aus BPC-157 und TB-500 (Thymosin Beta-4-Fragment Tβ4₄₋₁₇). Beide Peptide werden in der Regenerationsforschung eingesetzt: BPC-157 für gastrointestinale Zellmodelle, TB-500 für Actin-Polymerisation und Angiogenese-Assays.
Eine stabilere Salzform von BPC-157, bei der das Peptid als Argininat vorliegt. Diese Variante wird in der Forschung aufgrund ihrer verbesserten Stabilität und Löslichkeit in wässrigen Medien bevorzugt.
Eine Fixkombination aus dem Amylin-Analogon Cagrilintide und Semaglutide. CagriSema zielt auf zwei komplementäre Sättigungswege ab und zeigte in Studien eine überlegene Gewichtsreduktion gegenüber den Einzelkomponenten.
Ein Gemisch aus niedermolekularen Neuropeptiden und freien Aminosäuren, das aus porcinem Hirngewebe gewonnen wird. Cerebrolysin ist in über 50 Ländern zugelassen und wird in der Schlaganfall- und Demenzforschung umfangreich untersucht.
Ein synthetisches Analogon des Wachstumshormon-Releasing-Hormons (GHRH) mit verlängerter Halbwertszeit durch Drug Affinity Complex (DAC). CJC-1295 wird intensiv in der Forschung zur Wachstumshormon-Sekretion untersucht.
Ein niedermolekulares Peptid-Derivat, das aus der Angiotensin-IV-Forschung stammt. Dihexa gilt als eines der potentesten kognitiv relevanten Peptide und wird in der Neurologie intensiv untersucht.
Ein Nonapeptid, das erstmals 1977 aus dem Hirn schlafender Kaninchen isoliert wurde. DSIP wird intensiv in der Schlafforschung und als neuromodulatorisches Peptid mit Einfluss auf zahlreiche zentrale Regulationssysteme untersucht.
Ein synthetisches Tetrapeptid, das als Analogon des natürlichen Epithalamin (Zirbeldrüsenextrakt) entwickelt wurde. Epithalon ist eines der bekanntesten Peptide in der Longevity-Forschung aufgrund seiner erforschten Wirkung auf Telomerase.
Ein natürlich vorkommendes Glykoprotein, das als potenter Inhibitor von Activin und Myostatin fungiert. Follistatin-344 wird intensiv in der Muskel- und Reproduktionsforschung untersucht.
Das Grundtripeptid, aus dem GHK-Cu abgeleitet wird. GHK allein besitzt bereits bemerkenswerte Eigenschaften in der Genregulation und kann die Expression von über 4.000 Genen modulieren.
Ein Tripeptid-Kupferkomplex, der natürlich im menschlichen Plasma vorkommt. GHK-Cu ist einer der am besten erforschten Anti-Aging-Peptide mit umfangreicher Literatur zu Kollagensynthese und Hautregeneration.
Ein synthetisches Hexapeptid und Wachstumshormon-Sekretagog der zweiten Generation. GHRP-2 gilt als einer der potentesten GH-Stimulatoren in seiner Klasse mit vergleichsweise weniger Appetiteffekten als GHRP-6.
Eines der ersten entdeckten Wachstumshormon-Sekretagoga. GHRP-6 ist ein synthetisches Hexapeptid, das als potenter Stimulator der GH-Freisetzung bekannt ist und gleichzeitig Ghrelin-ähnliche Effekte auf den Appetit zeigt.
Multi-komponentige Forschungsformulierung mit GHK-Cu (Glycyl-L-Histidyl-L-Lysin-Kupfer), Epithalon (Ala-Glu-Asp-Gly) und weiteren bioaktiven Peptiden. GLOW 70mg wird in der Grundlagenforschung zur kombinierten Analyse von Regenerations-, Anti-Aging- und Epigenetik-Signalwegen in Zellkulturen eingesetzt.
Ein synthetisches Hexapeptid-Wachstumshormon-Sekretagog mit einer der stärksten GH-freisetzenden Wirkungen seiner Klasse. Hexarelin wird zusätzlich für seine kardioprotektiven Eigenschaften erforscht.
Ein 24-Aminosäure-Peptid, das ebenfalls mitochondrial kodiert ist (im 16S-rRNA-Gen) und als erstes mitochondrial-abgeleitetes Peptid (MDP) identifiziert wurde. Humanin ist bekannt für seine neuroprotektiven und zytoprotektiven Eigenschaften.
Eine verkürzte Variante von IGF-1 ohne die ersten drei N-terminalen Aminosäuren. Durch das Fehlen dieser Reste bindet IGF-1 DES kaum an IGFBPs, wirkt dafür lokal deutlich potenter als natives IGF-1.
Eine modifizierte Langzeit-Variante von humanem IGF-1. Durch den Austausch von Glutaminsäure gegen Arginin an Position 3 und eine 13-Aminosäure-N-terminale Extension besitzt IGF-1 LR3 eine deutlich verlängerte Halbwertszeit und reduzierte Bindung an IGFBPs.
Ein synthetisches Pentapeptid und einer der selektivsten bekannten Wachstumshormon-Sekretagoge. Ipamorelin stimuliert die GH-Ausschüttung ohne nennenswerte Auswirkungen auf Cortisol, Prolaktin oder ACTH – ein entscheidender Unterschied zu älteren GHRPs.
Ein Decapeptid-Fragment des Kisspeptin-Moleküls und einer der stärksten bekannten Regulatoren der reproduktiven Achse. Kisspeptin-10 stimuliert über den GPR54-Rezeptor die GnRH-Freisetzung im Hypothalamus.
Ein Tripeptid bestehend aus den letzten drei Aminosäuren des Alpha-Melanozytenstimulierenden Hormons (α-MSH). KPV besitzt starke entzündungshemmende Eigenschaften ohne die pigmentierenden Effekte des vollständigen Hormons.
Das einzige Cathelicidin-Peptid des Menschen. LL-37 ist ein 37-Aminosäuren-Peptid mit breitem antimikrobiellem Spektrum und immunmodulatorischen Eigenschaften, das in der Infektionsforschung eine Schlüsselrolle spielt.
Ein Spleißvariante des IGF-1-Gens, die bei mechanischer Belastung von Muskelgewebe exprimiert wird. MGF aktiviert Satellitstammzellen und initiiert die Muskelreparatur nach Belastung.
Ein mitochondrial kodiertes Peptid aus 16 Aminosäuren, das im menschlichen 12S-rRNA-Gen entdeckt wurde. MOTS-c gilt als einer der Prototypen mitochondrial-abgeleiteter Peptide (MDPs) und ist zentraler Gegenstand der Longevity- und Metabolismus-Forschung.
Ein zyklisches Heptapeptid-Analogon des Alpha-Melanozyten-stimulierenden Hormons (α-MSH). MT-2 ist bekannt für seine melanogene Wirkung und wird intensiv in der Pigmentierungsforschung untersucht.
Synthetisches Analogon des alpha-Melanozyten-stimulierenden Hormons (α-MSH). MT1 aktiviert den MC1R-Rezeptor und wird in der Forschung zur Melanogenese und Pigmentierungsbiologie eingesetzt.
Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid (NAD+) ist ein essentielles Coenzym, das in allen lebenden Zellen vorkommt. Es spielt eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel, der DNA-Reparatur und der Zellalterung und ist Gegenstand intensiver Longevity-Forschung.
Ein neuartiger oraler, nicht-peptidischer GLP-1-Rezeptoragonist von Eli Lilly. Orforglipron könnte als täglich eingenommene Tablette die Zugänglichkeit der GLP-1-basierten Therapie revolutionieren.
Ein synthetisches Tripeptid-Bioregulator aus der russischen Peptid-Schule um Vladimir Khavinson. Pinealon wurde auf Basis von aus der Zirbeldrüse isolierten Peptiden entwickelt und wird in der Neuroprotektions- und Longevity-Forschung untersucht.
Ein zyklisches Heptapeptid und Melanocortin-Rezeptoragonist, der als einziges Peptid in seiner Klasse für die Behandlung von Sexualfunktionsstörungen zugelassen wurde. PT-141 wirkt zentral im Gehirn und nicht peripher vaskulär.
Ein neuartiger dreifacher Rezeptoragonist mit multiplem Rezeptorprofil, der als Weiterentwicklung der inkretin-basierten Forschung gilt. Retatrutide zeigt in klinischen Studien bemerkenswerte Ergebnisse im Bereich der Gewichtsreduktion.
Ein synthetisches Heptapeptid auf Basis des Immunglobulin-Fragments Tuftsin mit einer stabilisierenden Pro-Gly-Pro-Sequenz. Selank wurde in Russland als Anxiolytikum und Nootropikum entwickelt.
Ein langwirkamer GLP-1-Rezeptoragonist, der als Durchbruch in der Forschung zu Gewichtsmanagement und Glukosestoffwechsel gilt. Semaglutide ist eines der am meisten diskutierten Peptide weltweit.
Ein synthetisches Heptapeptid, das auf einem Fragment des adrenocorticotropen Hormons (ACTH) basiert. Semax wurde in Russland entwickelt und ist dort für kognitive und neurologische Anwendungen zugelassen.
Ein synthetisches Analogon der ersten 29 Aminosäuren des natürlichen Wachstumshormon-Releasing-Hormons (GHRH). Sermorelin war das erste zugelassene GHRH-Analogon und dient als Referenzsubstanz in der GH-Forschung.
Ein potenter, selektiver Agonist der Estrogen-Related Receptors (ERRα/γ). SLU-PP-332 wird als sogenanntes Exercise Mimetic in der Ausdauer- und Stoffwechselforschung untersucht.
Ein synthetisches Octapeptid, das die Freisetzung von Neurotransmittern an der neuromuskulären Verbindung moduliert. SNAP-8 wird in der kosmetischen Peptidforschung als topisches Anti-Falten-Peptid untersucht.
Ein dualer Glucagon- und GLP-1-Rezeptoragonist, der einen neuartigen Ansatz verfolgt. Die zusätzliche Glucagon-Komponente soll den Energieumsatz steigern und die Fettverbrennung in der Leber fördern.
Ein synthetisches Peptid, das der aktiven Region von Thymosin Beta-4 entspricht. TB-500 wird intensiv in der Forschung zur Geweberegeneration, Wundheilung und Zellmigration untersucht.
Ein stabilisiertes 44-Aminosäure-Analogon von humanem GHRH (Growth Hormone-Releasing Hormone). Tesamorelin ist das einzige GHRH-Analogon mit FDA-Zulassung und wird intensiv in der Forschung zu viszeralem Fettgewebe und Lipodystrophie untersucht.
Ein dreifacher Monoamin-Wiederaufnahmehemmer (Serotonin, Noradrenalin, Dopamin), der ursprünglich für Alzheimer und Parkinson entwickelt wurde. In klinischen Studien zeigte Tesofensine eine bemerkenswerte gewichtsreduzierende Wirkung.
Ein 28-Aminosäuren-Peptid, das ursprünglich aus dem Thymus isoliert wurde. Thymosin Alpha-1 ist eines der klinisch am besten dokumentierten immunmodulierenden Peptide und weltweit in über 35 Ländern zugelassen.
Ein zinkabhängiges Nonapeptid, das vom Thymus sezerniert wird und essentiell für die T-Zell-Differenzierung ist. Thymulin ist das einzige bekannte Thymushormon, das Zink als obligaten Cofaktor benötigt.
Ein dualer GIP/GLP-1-Rezeptoragonist der nächsten Generation. Tirzepatide zeigt in klinischen Studien eine überlegene Wirksamkeit gegenüber reinen GLP-1-Agonisten bei Gewichtsmanagement und Glukosekontrolle.
Endogenes 28-Aminosäuren-Neuropeptid aus dem Nervensystem und Gastrointestinaltrakt. VIP aktiviert VPAC1- und VPAC2-Rezeptoren und wird in der Forschung zu cAMP-Signalwegen, Immunmodulation und enterischem Nervensystem eingesetzt.
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Peptide sind kurzkettige Aminosäuresequenzen mit spezifischen biologischen Funktionen. Im Gegensatz zu Proteinen bestehen Peptide aus weniger als 50 Aminosäuren und können gezielt synthetisiert werden. Unser Peptid-Lexikon erklärt die Aminosäuresequenz, den Wirkmechanismus, die Forschungsgeschichte und den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Untersuchungen für jedes Peptid in unserem Sortiment.
Unsere Peptide decken zahlreiche Forschungsbereiche ab: Geweberegeneration (BPC-157, TB-500), kognitive Leistung (Semax, Selank), Wachstumshormon (CJC-1295, Ipamorelin), Metabolismus (AOD-9604, 5-Amino-1MQ), Zellschutz (Epitalon, GHK-Cu) und viele weitere. Aktuelle Studien findest du auf PubMed.
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Was sind Peptide? Erfahren Sie alles über Aufbau, Wirkung und Klassifikation von Peptiden in der biochemischen Forschung. Grundlagenwissen für Wissenschaftler und Forscher.
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